Clipper Anschrift Satzung Vereinsheim - Mississippi 25 Jahre Clipper - Historie Clipper-Shop, Video, T-Shirts,... Infos für die Stammbesatzung  

  V i e r S c h i f f e - e i n V e r e i n
25 Jahre "Clipper" Deutsches Jugendwerk zur See e.V.


 
  Alle guten Geschichten beginnen mit "Es war einmal..."  
  Kapitän Hans Engel erinnert sich an die Anfänge von Clipper und berichtet:  
  Die Gründung von Clipper  
  Die erste Saison 1973
 
  Charakterisierung des Vereins "Clipper DJzS e.V."  
       
  Aber was kann einen Verein besser charakterisieren als sein Name "Clipper DJzS e.V."
Clipper soll, der Anhang nicht betrachtet werden.

Da eine Charakterisierung immer das zerlegen in die Einzelteile beinhaltet, erlauben Sie mir, die einzelnen Buchstaben des Wortes "Clipper" zur Beschreibung zu nutzen.

Zuerst hätten wir das "C".
Wie vieles in der Seemannssprache aus dem Englischen kommt, so kommt auch unser "C" aus dem Englischen und heißt: Continuity - im Deutschen Kontinuität.

Das stringente Festhalten an der Idee Clipper zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten 25 Jahre. Unabhängig von den handelnden Personen haben wurde sich immer an die Zielsetzungen des Vereins gehalten und so wuchs Clipper kontinuierlich.

Genauso kontinuierlich wurden die Schiffe stets überholt und gewartet sowie den wachsenden Ausrüstungsvorschriften angepaßt.

Das "L" steht für laufendes Gut.
Ohne laufendes Gut kann ein Segler nicht bewegt werden. Das laufende Gut von Clipper sind seine Stammcrews, ohne die die Segelschiffe ebenfalls nicht bewegt werden könnten. Seien es die Köche, die dafür sorgen, daß alle wohl verpflegt auf Wache ziehen, unsere Winterarbeit erledigen können oder einfach nur satt und zufrieden der untergehenden Sonne nachschauen. Seien es die Maschinisten, die häufig im Verborgenen ihrer Arbeit nachgehen, ohne die keine Maschine zu bewegen wäre, die im Notfall mit Rat und Tat dafür sorgen, daß alles wieder läuft. Seien es die Nautiker in allen Schattierungen, die den richtigen Wind erahnen und die Schiffe und Besatzungen wohlbehalten in die Heimat bringen.

Das "I" steht für Isobaren.
Wie die Isobaren sich um die Tiefdruckgebiete herumschlängeln, so hat auch Clipper es immer verstanden sich um alle finanziellen und gesetzgeberischen Tiefs herumzuschlängeln, so daß der Bestand von Clipper immer gewahrt blieb, sowohl bei allen Vereinbarungen mit den Steuerbehörden, wie bei unserer Mitwirkung im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheitskomission für historische Wasserfahrzeuge (GSHW) bezüglich der Sicherheitsausrüstung von Traditionsschiffen sowie der Qualifizierung der Stammcrews.

Das erste "P" steht für Propeller.
So wie der Propeller für den Vortrieb des Schiffes bei Maschinenfahrt sorgt, so hat Clipper in Deutschland ganz erheblich dazu beigetragen, daß der Gedanke der Jugendarbeit zur See immer größere Kreise gezogen hat und damit maßgeblich zum Erfolg der maritimen Jugendförderung, und des damit verbundenen Erhalts von Oldtimern sowie der Völkerverständigung beigetragen.

Das zweite "P" steht für Professionalität.
Clipper hat immer angestrebt auf allen Gebieten der traditionellen Seefahrt professionell zu arbeiten, um damit ein höchstmögliches Maß an Sicherheit für die Besatzungen und Schiffe zu gewährleisten. Dies hat meines Erachtens erheblich dazu beigetragen, daß Clipper von größeren Unfällen verschont geblieben ist, und aufgetretene Zwischenfälle schnell bewältigt wurden.

Genauso hat es die Zeit und das Wachstum des Vereins erfordert, daß auch in der Vereinsorganisation von der "Küchentischarbeit" hin zur professionellen Büroorganisation mit Datenverarbeitung und moderner Software umgestellt werden mußte, um allen Anforderungen gerecht zu werden.

Das "E" steht für Engagement.
Dieses "E" ist der aller gewichtigste Charakterzug von Clipper.
Ohne das Engagement aller Beteiligten, unabhängig was sie machen und wo sie es machen, wäre Clipper nicht denkbar, nicht entstanden und nicht da wo es heute ist. Dieses Engagement ist der wertvollste Baustein, den Clipper hat und den alle Clippersegler sich immer und immer wieder erhalten müssen. Ohne Engagement werden keine Schiffe unterhalten oder gesegelt, keine Jugendlichen in der traditionellen Seefahrt unterwiesen oder irgendwelche organisatorische und häufig trockene Vereinsorganisation aufrecht erhalten. Das Engagement aller ist das Herz desVereines und das, was Clipper von vielen anderen so erfolgreich unterscheidet.

Das "R" steht für Rarität.
Clipper in seiner ganzen Ausprägung gibt es nur einmal. Einen Verein in dem alle Arbeiten bis auf eine ehrenamtlich durchgeführt werden mag es noch geben, aber keinen, bei dem so ca. 4.500 Mitglieder verwaltet werden, bei dem bisher ca. 1.700 Segeltörns organisiert wurden, bei dem vier wunderbare Schiffe der Nachwelt teilweise gerettet, ansonsten erhalten wurden, der ca.44.300 Mitsegler auf seinen Schiffen hatte, der ca. 766.000 Seemeilen bis heute mit seinen Schiffe zurückgelegt hat.


Ich glaube, daß alle Clippersegler stolz darauf sein können zu diesen Charakterzügen beigetragen zu haben, diese aber auch eine Verpflichtung für die Zukunft sind, um Sorge zu tragen, daß sie Bestand haben.

Aus heutiger Sicht müssen wir alle den Mut und die Entschlossenheit der Clipper Gründungsmitglieder bewundern, in der damaligen Zeit, die alles traditionelle als reaktionär ansah, einen Verein zu gründen, der genau dies als seinen Vereinszweck ansah, nämlich jungen Menschen traditionelle Seefahrt näherzubringen.

Heute können wir feststellen, daß die Idee angenommen wurde. Nach anfänglich schweren Jahren ist der Verein in sicheren Fahrwasser, auch wenn der Kurs häufig einer Korrektur bedarf.

Clipper ist zwar derzeit nicht mehr der einzige Verein, der sich in diesem Bereich der Jugendarbeit bewegt. Allerdings einer der wenigen Vereine, der dies auf gemeinnütziger Ebene tut und sich gegen die professionellen Betreiber, vor allem aus den Niederlanden, behaupten muß, und dem dies auch gelingt.

Dies alles, was Clipper heute ist, war nur möglich durch die aufopfernde und ehrenamtliche Mitarbeit von vielen, denen an dieser Stelle aus tiefsten Herzen gedankt werden muß.

Was nützen die besten Ideen, wenn nicht die Bereitschaft besteht, sich mit jungen Menschen zu beschäftigen, sie anzuleiten und ihnen anzubieten, von den Erfahrungen der Älteren zu lernen. Die Mitglieder der Stammcrew und andere im Verein Clipper haben ihre Bereitschaft, genau dies zu tun, immer wieder in vielfältiger Weise in den letzten Jahren unter Beweis gestellt.

Was nützen die schönsten Schiffe, wenn die Menschen sich ihnen versagen. Bei Clipper haben sich die Menschen auch der Schiffe angenommen, und hat der Verein heute eine Flotte, auf die er mit Recht stolz sein kann.

Ich bin sicher, daß dies auch in Zukunft so sein wird und wir allen Anforderungen, die auf uns zukommen werden, für Clipper, seine Jugendlichen und seine Schiffe gemeinsam bewältigen werden.

Gorch Fock hat einst gesagt: "Seefahrt tut not". Die Clippermitglieder glauben, traditionelle Seefahrt unter Segeln tut heute mehr denn je not. Dieses wollen sie auch in den nächsten fünfundzwanzig Jahren wie bisher unter Beweis stellen und jungen Menschen das gemeinsame Erlebnis des Segelns an Bord von alten Segelschiffen vermitteln..

Dem Verein, seinen Mitgliedern und Schiffen ist allzeit gute Fahrt und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel zu wünschen.
 
 
(Die Fotos dieser Seite wurden am 1. Mai 1998 bei der 25 Jahr Feier von Clipper in Hamburg-Harburg aufgenommen.)
 

Mail to