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  AUFKLAREN
 
Bei jedem Manöver, mag es noch so kurz gewesen sein, muß das Deck aufgeklart werden. Alle Leinen werden ordentlich aufgeschossen (aufgerollt), rechts herum(!!), an den Nagel gehängt und mit Kopfschlag gesichert. Auch sonst wird das Deck aufgeräumt.

Es wird oft als eine unangenehme Tätigkeit angesehen, ist aber äußerst wichtig!!

Zum einen wegen der Verletzungsgefahr: man kann zu leicht in den Tampen hängen bleiben und stolpern, und dabei womöglich über Bord gehen. Bei Schlechtwetter besteht außerdem die Gefahr, daß die losen Leinen durch die Speigatten nach außenbords gespült werden, und sich in der Schraube verfangen. Und was ein manövrierunfähiges Schiff bei Sturm bedeutet, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden.
Außerdem: wenn sich plötzlich die Notwendigkeit ergibt, sehr schnell ein Manöver zu fahren (Wende wegen Kollisionsgefahr, "Mann über Bord"-Manöver o.ä.), dann darf man nicht anfangen, die Fallen zu entwirren und die verknotete Schot zu ordnen, dann muß man sich darauf verlassen können, daß alles klar ist. Noch wichtiger ist es nachts! Die meisten Handgriffe müssen fast blind ausgeführt werden, außerdem sind nachts meist weniger Leute an Deck (die gerade diensthabende Wache).

Deshalb, auch wenn es lästig ist:

Deck aufklaren!
 

 

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