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  HALSE
 
Die Halse ist das Gegenstück zur Wende. Auch bei der Halse wird das Schiff gedreht, so daß der Wind dann von der anderen Seite her kommt. Hier wird aber das Heck durch den Wind gedreht, der Wind kommt also eine Zeitlang direkt von achtern.
Die Halse wird bei achterlichem Wind durchgeführt. Deshalb besteht bei der Halse keine Gefahr, daß das Schiff im Wind hängen bleibt und keine Fahrt mehr macht.

Das Schiff fällt ab (= Drehbewegung, vom Wind weg), bis der Wind genau von achtern kommt.

Jedes Segel wird auf die andere Seite gebracht, indem der Bulle gefiert, die Schot gegen den Winddruck dicht geholt und dann vorsichtig nach der anderen Seite wieder gefiert wird (ACHTUNG: die Schot darf nie lose sein!). Das gilt in etwa für alle Segel gleichermaßen.

Zum Abschluß luvt man noch etwas an, d.h. das Schiff dreht sich so, daß der Wind mehr von vorne kommt:

Beim Besan darauf achten, daß bei viel Wind immer ein Backstag gesetzt ist. Am sichersten ist es, beide Backstage während des Manövers zu setzen.
 
Zeitlicher Ablauf der Halse
  1. Der Wind kommt z.B. von Steuerbord achtern
  2. "klar zur Halse"
  3. man fällt ab, d.h. das Schiff dreht sich so, daß der Wind mehr von achtern kommt
    • evt. die Schoten etwas auffieren (unterstützt das Abfallen)
  4. wenn der Wind fast genau von achtern kommt, werden die Segel geschiftet (auf die andere Seite gebracht), dazu werden die Schoten dicht geholt
  5. durch leichte Kursänderung drückt der Wind von der anderen Seite in die Segel die Schoten können wieder aufgefiert werden.
  6. man luvt etwas an, d.h. das Schiff dreht sich so, daß der Wind mehr von vorne kommt

 
 

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