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  MARSSEGEL
 
Der Schonermast trägt noch ein weiteres Segel: das Marssegel, das einzige Rahsegel an Bord. Eine Rah ist ein waagerechtes Querholz an einem Mast. Ganz oben am Schonermast ist die Obermarsrah aufgehängt, einige Meter darunter die Untermarsrah. Das Marssegel ist an der Oberrah befestigt.
 
Folgende Leinen greifen am Marssegel an: Die Gordinge führen zum Unterliek (waagerechte Unterkante des Segels), und ziehen das Segel nach oben zur Oberrah. Es gibt 7 Gordinge: 4 an Stb, 3 an Bb. Die beidenGeitaue führen zum Schothorn (rechte bzw. linke, untere Ecke des Segels) und ziehen sie nach oben.
 
Wenn an den Geitauen und danach an den Gordingen geholt wird, wird das Segel zusammengezogen und an die Oberrah gedrückt, also weggenommen. An den gleichen beiden Ecken greifen auch die beidenSchoten an (Bb und Stb), ziehen aber das Segel nach unten. Die Schoten und die Geitaue arbeiten also gegenläufig. Werden die Schoten geholt, müssen die Geitaue gefiert werden und umgekehrt.
 
Während bei den Gaffelsegeln die Stellung des Segels mit den Schoten korrigiert wird, bleiben die Marssegelschoten dicht geholt. Die Stellung des Segels wird durch die Brassen korrigiert. Die Brassen greifen an den Rahnocken an, also den Spitzen der Rahen.
 
Es gibt deshalb 4 Brassen: Brasse Untermarsrah, Stb-Brasse Obermarsrah, Bb-Brasse Untermarsrah, Bb-Brasse Obermarsrah.

Mit den Brassen kann man beide Rahen horizontal schwenken. Der Wind kommt z.B. von Stb, dann muß das Marssegel nach Bb gezogen werden. Dazu holt man die beiden Bb-Brassen, gleichzeitig werden die beiden Stb-Brassen gefiert.

 
 

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