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  Sicherheit
 

Bevor die Albatros mit einer neuen Crew erstmals ausläuft, wird eine Sicherheitseinweisung durchgeführt. Die wichtigsten Punkte sollen hier noch einmal aufgeführt werden.

Rettungswesten

Für jedes Crewmitglied ist eine Rettungsweste vorhanden, sie liegen in der 1. und 3. Deckskiste (von vorne gesehen) an Backbord.

Rettungsinseln

An Deck befinden sich 3 Rettungsinseln für je 10 Personen. Im Ernstfall werden die Rettungsinseln NUR AUF ANWEISUNG über Bord geworfen, wobei die rote Sicherungsleine an Deck belegt bleibt!!! Die Inseln blasen sich automatisch auf und sind mit allen wichtigen Hilfsmitteln wie Notsignale, Werkzeug, Trinkwasser, Notproviant etc. ausgerüstet.

Rettungsringe

An Deck verteilt sind mehrere Rettungsringe. Falls jemand über Bord fallen sollte, wirft man ihm sofort einen Rettungsring zu. Gleichzeitig möglichst laut "Mann über Bord" rufen. Dann muß mindestens einer den über Bord Gefallenen ständig beobachten und in die Richtung zeigen, in der er ihn sieht. Das ist sehr wichtig: wenn der über Bord Gefallene erst einmal aus den Augen verloren wurde, ist er kaum noch zu finden! Nachts nimmt man einen der Rettungsringe mit Lampe, die Lampe wird automatisch eingeschaltet, wenn sie ungefähr senkrecht im Wasser schwimmt. Auf diese Weise kann ein Mensch nachts gefunden werden!

Brandschutz

Ein Brand auf einem Holzschiff ist äußerst gefährlich, deshalb darf auf Clipper-Schiffen unter Deck nicht geraucht werden. Falls doch ein Brand entsteht, muß dies sofort laut gemeldet werden. Auch der Verdacht, es könne brennen (Brandgeruch, Rauch, unerklärliche Wärmeentwicklung), muß sofort dem wachhabenden Steuermann gemeldet werden. Maßnahmen zur Brandbekämpfung sollten möglichst vom Kapitän oder den Steuerleuten angeordnet werden.
Die Mittel zum Brandlöschen müssen den Umständen entsprechend ausgewählt werden. Ein Ölbrand (Bilge oder Fett in der Kombüse) darf nicht mit Wasser gelöscht werden!! Auch bei Kabelbränden ist Wasser evtl. gefährlich, aber in allen anderen Fällen wahrscheinlich das wirksamste und ungefährlichste Löschmittel.
Unter Deck verteilt gibt es mehrere Feuerlöscher. Verwendet werden Löscher mit Pulver und CO2.

Pulverlöscher sind ungefährlich, verursachen allerdings ggf. einen großen Folgeschaden: elektronische Geräte, die mit diesem Pulver besprüht wurden, sind praktisch zerstört. Wenn aber z.B. die Kleider eines Menschen brennen, kann problemlos mit Pulver gelöscht werden. Achtung: die Löschdauer ist kürzer als meistens vermutet wird! Auch größerer Löscher sind nach wenigen Sekunden leer.
CO2 ist an sich ungiftig, aber bei einer Konzentration von mehr als 8% besteht die Gefahr zu ersticken. Es löscht und kühlt zugleich (Schnee), sollte auf Menschen aber nur mit einer gewissen Vorsicht gerichtet werden, wegen der extrem niedrigen Temperatur des Schnees.

Am Schonermast und am Niedergang zum Maschinenraum sind Anschlüsse für Feuerlöschschläuche. Die Schläuche liegen in der vorletzten Deckskiste an Steuerbord. Die Feuerlöschpumpe wird bei Bedarf vom Maschinisten gestartet.
Am Ankerspill ist in einer Kiste eine weitere Feuerlöschpumpe eingebaut, die von einem autarken Dieselmotor angetrieben wird. Der Motor wird von Hand angeworfen, eine nicht ganz leichte Übung! Die einwandfreie Funktion beider Pumpen muß regelmäßig überprüft werden.

Alarmsignale

Über dem Niedergang zur Kapitänskajüte sind 2 Taster für "Typhon" und "Generalalarm". Das Typhon erzeugt einen hupenähnlichen Ton, damit werden Signale an andere Schiffe gegeben. Bei Gefahr wird Generalalarm gegeben: ein lautes Klingeln unter Deck. Wenn diese Klingeln zu hören ist, dann besteht echte Gefahr für Crew und Schiff! Augenblicklich muß jeder so schnell wie nur irgend möglich an Deck erscheinen - mit festen Schuhen und mindestens einem warmen Pullover (besser Ölzeug)!! Schnelligkeit ist besonders wichtig. Deshalb: Anziehen erst an Deck !!

Im übrigen ist das Schiff mit allen erforderlichen Navigations- und Sicherheitseinrichtungen versehen: Radar, GW-Funkanlage, UKW-Funkanlage, Echolot, AP-Navigator (Decca), Feuermeldeanlage und GPS-Empfänger (Satellit).

Es wird großen Wert gelegt auf eine möglichst gute Sicherheitsausrüstung an Bord, und jeder wird gründlich auf alle möglichen Gefahren hingewiesen. Das geschieht nicht, um zu verängstigen oder abzuschrecken, sondern im Gegenteil: um jedes Risiko weitestgehend auszuschließen, um Sicherheit zu erzeugen. Auf Clipper-Reisen hat es noch keinen wirklich schweren Unfall gegeben. Möge jeder mithelfen, daß es so bleibt!
 

 

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