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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Törn 2241


Frank
08.02.2005, 23:45
Ahoi zusammen,

Zwar noch sehr früh, aber ich würde gern schon mal fragen, wer mitfährt im September. Ach ja, ich hoffe, es ist (handgemachte) Hausmusik (oder sagt man "Bordmusik"?) erlaubt, dann würde ich was nettes mitbringen. Wer würde sich evtl. wie beteiligen???

ciao,
Frank

Wolfgang Deters
09.02.2005, 21:21
Moin Moin !
Was bringst'n mit? :?:
Woran soll'n wir uns beteiligen?
Gruß,
Wolfgang

Frank
10.02.2005, 23:30
aha,

schon einer dabei...
hallo Wolfgang,
na ja, wie wär's denn mit ein bißchen Mittelalter?
Das Teil heißt "Schäferpfeife", und wird normalerweise zu bretonischer, flämischer und natürlich mittelalterlicher deutscher Tanzmusik verwendet. Kann man aber auch locker ein paar nette Shanties drauf spielen. Oder n' kleinen Zapfenstreich an Deck. Halt so'n mittelleiser (-lauter?) deutscher Dudelsack. Übrigens prima zusammen mit Akkordeon, Gitarre u.s.w.. Das meinte ich mit "beteiligen"

ahoi,
Frank

Wolfgang Deters
11.02.2005, 10:56
Moin Moin !
Hallo Frank,
Du bringst also eine Schafherde mit? :shock:
...das hatte ich noch nie an Bord.
Aber es liest sich interessant.
Ich bin mit 'ner Guitarre dabei. Ich spiele nicht gut, aber hartnäckig.
Mal seh'n, ob ich mir auch was von 'Ougenweide' beibringen kann.

Übrigens: mit Chance kommen noch 2 weitere Mitsegler aus Witten mit.

Mit freundlichem Gruß
Wolfgang

Frank
12.02.2005, 01:01
moin Wolfgang!

Ja, daß eine Herde von Schäfchen (ist nicht bös gemeint, einen lieben Gruß in den Süden... ;-) ) mit an Bord sein wird, hab ich auch schon gehört. Aber mit Pfeife und Zupflauten werden sie sicher gut zurechtkommen.
Die Wittener Fraktion steht, soweit ich weiß, schon fest. Man kennt sich eben schon aus dem Sandkasten. Alle angemeldet und bestätigt, und alles Musiker mit entsprechendem Gepäck. Von denen bin ich leider der einzige, er noch nie auf Planken unter Segel rumgelaufen ist. Das wird sich aber nun Gott sei Dank ändern.
Freu mich schon!

Frank

Wolfgang Deters
12.02.2005, 22:50
Moin Moin !

Hallo Frank,

:idea: Du bist also mit Hans-Eugen und Roswitha im Bunde.
Das hätte ich mir auch fast denken können; Witten.
Schön, Dich auf diesem Wege zu kontakten.
Das wird sicherlich eine interessante Reise. Hoffentlich übt Hans-Eugen bereits auf seiner Quetsche. Er möge auch noch Dirk in LG heiß machen.

Schöne Grüße von Nord nach Süd.

Wolfgang

Hannes
13.02.2005, 12:03
schafe auf einem clipper-schiff...
das bietet dem smut doch ganz neue horizonte in der versorgung mit frischfleisch!!! :wink:

Wolfgang Deters
20.02.2005, 15:19
Moin Moin !

Hallo Frank,

übt Hans-Eugen bereits?

Gruß
Wolfgang

Frank
22.02.2005, 19:10
na ja,

den Hansi kann man ja morgens um 3 wecken, ihm die Quetsche auf den Bauch schnallen, und er spielt mit noch geschlossenen Augen die Moskauer Nächte...nee, ich denke, der braucht nicht zu üben. Ich dagegen, so als Gelegenheitsmusiker, hab da so meine Probleme. Ich fang nach den Sommerferien an, meine Tröte warmzupusten.

Frank

Frank
26.06.2005, 23:27
@ Hannes:

sooo verkehrt liegst du mit deiner Vermutung gar nicht: die Schäfer des 17. und 18. Jahrhunderts haben beim Schafehüten den ganzen Tag auf dem Instrument gespielt, und so die Tiere an den Klang gewöhnt. Wenn sie dann abends nach hause gezogen sind, liefen die Schafe einfach dem Instrument hinterher. Wir können das ja mal bei einem Landgang versuchen, würde den Kombüsenvorräten doch sicher nicht schaden, oder?

ciao,
Frank

Wolfgang Deters
27.06.2005, 21:44
Moin Frank!

Das ist wohl war!

Du muß jedoch noch erzählen, daß ganz früher die Schafe eine wunderbare hohe liebreizende Stimme hatten, mit denen sie die wundervollsten Melodien der Natur hervor brachten.

Das war ursächlich auch der Grund, warum der Mensch diese Kreaturen domestizierte. Man konnte damit allerbest auf Brautschau gehen und um das Herz der Allerliebsten werben. Dabei war die Größe der Herde eine Art Wohlstandssymbol: Je größer die Herde, desto lieblicher der Schafgesang, umso beeindruckter war die Braut.

Um diese teilweise großen Herden zusammen zu halten bemächtigte man sich also einer Schafpfeife. Diese klang wahrlich eindringlich und die Schafe erkannten dabei seinen Hirten. Die Schafe folgten dem Klang. Nebenbei erstarb beim Klang der Schafpfeife jegliche Begehrlichkeiten besitzloser Einsiedler.

Im Laufe der Jahrhunderte übernahmen bedauerlicherweise die Schafe durch das ständige Vorspielen und Rufen die Klangfarbe dieses Ruf- und Abschreckinstrumentes.
Nach und nach verfielen immer weniger der beworbene Frauen der einstigen Wohlstandsgrundlage. Man könnte meinen, daß deshalb der einstig hochangesehene und vielfach beneidete Bevölkerungszweig der Schäfer auf dem Rückzuge, ja regelrecht im Niedergang ist.

Der liebreizende Gesang der Schafe wird uns wohl für immer versagt bleiben. Tschä, und wieder ein gnadenloser darwinistischer Winkelzug der Natur.
Um die Wahrhaftigkeit der Geschichte zu unterstreichen kann ich nur empfehlen, den Schafen einmal zu lauschen.

Frank, ich glaube, daß kannst Du so bestätigen. Sicherlich hast Du Dich mit der Geschichte der Schafpfeife und der Schäferei beschäftigt.
(Gruß an Rosi und Hans-Eugen)

Nur noch 2 1/2 Monate
Wolfgang

Frank
29.06.2005, 22:36
mojn

tja, was soll man da sagen? Alles wahr! So eine Dudeltüte klingt tatsächlich in etwa so, als ob man ein aufgepumptes Schaf zusammenquetscht. Und das mit dem Liebreiz der Damen ist ebenfalls richtig. Ich hatte Gott sei Dank schon eine Dame, bevor ich auf die Idee mit der Pfeiferei kam, und seitdem friste ich mein gelegentliches trostloses Musikerleben in einem schallisolierten Keller. Im übrigen kann ich jungen, ambitionierten bzw. paarungswilligen Herren nur davon abraten, solch ein Ruf-, Lock- und Abschreckungsinstrument zu wählen oder damit sogar potentielle Kandidatinnen beeindrucken zu wollen:
Abgesehen davon, daß der Schäfer (leider) ein auslaufendes Modell ist, hat sich sein vermeintlicher Nachfolger von heute, nämlich der Schäferpfeifenspieler, in jahrelangem Fleiß einen nicht gerade sehr attraktiven Ruf erworben und dabei sein eigenes, klares Bild von sich entworfen:
der Schäferpfeifenspieler ist typischerweise ein Stricksockenträger und Deoverweigerer, also so ein Hardcore-Alternativer. Zum Thema Besitztum läßt sich außer dem Instrument, welches finanziell eine Art schwarzes Loch im Leben des Spielers darstellt, allenfalls noch ein handgefilzter Hut und ein VW-Bus, Baujahr '68, erwähnen.
Auf dieses Lebensmodell reagieren normalerweise nur die selbstgezüchteten Teichkröten positiv, und evtl. die Kunstlehrerin aus dem Klöppelkurs vor 4 Jahren, die sich das Instrument mal angeschaut hat.
Insofern kann man sagen, daß der Sackpfeifer ein weitestgehend beziehungsresistentes Individuum ist, welches sich gegen Begehrlichkeiten Dritter, welcher Art auch immer, als gut gewappnet erweist, indem es diese erst gar nicht aufkommen läßt.
Das mag vielleicht der Grund sein, warum ich sehr oft, wenn ich das Teil aus der Versenkung hole, in ungläubige bis bestürzte Gesichter schaue, die mich zu fragen scheinen "Hääää? Duuuuu???

Ja, es ist so: trotz eines ganz normalen Berufs- und Privatlebens und einem ganz normalen Freundeskreis scheint mir seit einiger Zeit irgendwie ein bisschen Schafsgeruch, Herdenklang und Holzwurm anzuhaften, gegen den ich mich kaum wehren kann. Nachdem ich meiner Familie dann erklärt habe, dass ich im September mit einem Topsegelschoner auf Segeltörn gehe, kam dann nur noch so was wie : ja nee, iss klar.....iss ja auch aus Holz, ne?

bis denne,.
Frank

Frank
10.09.2005, 22:39
so, jetzt nur noch 1x schlafen....freu!!

Frank
18.09.2005, 23:43
ja ahoi mal wieder,

hab gerade angefangen, ein Album unseres sagenhaften Törns in der Fotogalerie zusammenzubasteln, ist aber noch nicht fertig. Wer ebenfalls Bilder da reinstellen möchte, sage es mir bitte, dann schalte ich ihn /sie zum Upload frei.

Viele Grüße,

Frank

Wolfgang Deters
23.09.2005, 17:36
Moin Moin !

Hallo Hans -

Ich grüße Dich! Nun hast Du Dich auch im Forum angemeldet. Das scheint von nachhaltigem Interesse Deinerseits hinzuweisen.

Wir bleiben in Kontakt.
Grüße an Roswitha und Kinder.

Euer Wolfgang

Hans-
27.09.2005, 23:29
Moin Moin Wollie,

Jou ! War doch ein super Törn unser Törn. Uwe P. hat bereits eine CD mit jeder Menge Fotos geschickt. Hast du auch eine bekommen? Frank hat seine Fotos bei Clipper ausgestellt.

Wann kommst du nach Witten ?

Gruß an dich und Regina.

Hans-(Eugen)