second mate
09.10.2006, 18:25
Jörg Hillmann und Reinhard Scheiblich, „Das rote Schloß am Meer“, Die Marineschule Mürwik seit ihrer Gründung, Convent Verlag, Hamburg 2002, 138 Seiten, Euro 19.90
Bei Gründung der Bundesmarine im Jahr 1956 war eines von vorneherein klar: Trotz der unseligen Schatten der Vergangenheit würde die Marineschule in Flensburg/Mürwik wiederum, wie in drei Marinen zu vor, Zentrum der Offiziersausbildung werden. Schon aus finanziellen Gründen wäre seinerzeit die Schaffung eines auch nur annähernd vergleichbaren Ausbildungszentrums, sozusagen an der an der bestehenden Schule vorbei, nicht vertretbar gewesen. „Das rote Schloß am Meer“, 1906-1910 auf siebzehn Hektar parkähnlichem Wassergrundstück an der Flensburger Förde errichtet, war trotz seines historisierenden Architekturstils so modern und großzügig konzipert worden, daß es sich auch für die Nutzung in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts als geeignet erwies.
Jörg Hillmann, Dozent an der Universität der Bundeswehr Hamburg, hat die Geschichte der Schule in gestraffter Form nachgezeichnet, wobei er sowohl die Vorgaben des obrigkeitlichen Rahmens würdigt, wie auch auf die Ausbildungs- und Lebensbedingungen der Schüler gebührend eingeht. In sofern ist der Band eine gelungene Mixtur aus Historien um die die MSM durch die sehr wechelvollen Zeiten hindurch. Bei der Fülle der wiedergegebenen historischen Bilddokumente wäre etwas mehr kritischer Biß hinsichtlich der geschichtlichen Interpretation in den Kommentaren angebracht gewesen.
Wolfgang Bühling
Bei Gründung der Bundesmarine im Jahr 1956 war eines von vorneherein klar: Trotz der unseligen Schatten der Vergangenheit würde die Marineschule in Flensburg/Mürwik wiederum, wie in drei Marinen zu vor, Zentrum der Offiziersausbildung werden. Schon aus finanziellen Gründen wäre seinerzeit die Schaffung eines auch nur annähernd vergleichbaren Ausbildungszentrums, sozusagen an der an der bestehenden Schule vorbei, nicht vertretbar gewesen. „Das rote Schloß am Meer“, 1906-1910 auf siebzehn Hektar parkähnlichem Wassergrundstück an der Flensburger Förde errichtet, war trotz seines historisierenden Architekturstils so modern und großzügig konzipert worden, daß es sich auch für die Nutzung in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts als geeignet erwies.
Jörg Hillmann, Dozent an der Universität der Bundeswehr Hamburg, hat die Geschichte der Schule in gestraffter Form nachgezeichnet, wobei er sowohl die Vorgaben des obrigkeitlichen Rahmens würdigt, wie auch auf die Ausbildungs- und Lebensbedingungen der Schüler gebührend eingeht. In sofern ist der Band eine gelungene Mixtur aus Historien um die die MSM durch die sehr wechelvollen Zeiten hindurch. Bei der Fülle der wiedergegebenen historischen Bilddokumente wäre etwas mehr kritischer Biß hinsichtlich der geschichtlichen Interpretation in den Kommentaren angebracht gewesen.
Wolfgang Bühling